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Tipps für eine sichere, stabile und komfortable kabellose Internetverbindung in Kindertageseinrichtungen

Interview mit Wolfgang Lauterbach von www.sorglosinternet.de

Zum Hintergrund:
KITALINO ist eine Online-Software für digitale Entwicklungsdokumentation, die pädagogische Fachkräfte bspw. per Tablet in den jeweiligen Räumlichkeiten der Kindertageseinrichtung nutzen. KITALINO wird über den Browser (Safari, Chrome oder Firefox) aufgerufen. Mit der zugehörigen App FOTOLINO können Fotos, Videos und Audios sicher aufgenommen werden, die automatisch auf den KITALINO-Servern in Nürnberg abgespeichert werden. Voraussetzung für eine reibungslose Nutzung von KITALINO und FOTOLINO ist eine sichere, stabile und komfortable kabellose Internetverbindung.

 

Lieber Wolfgang, vielen Dank, dass Du uns für dieses Interview zu Verfügung stehst. Darf ich Dich bitten, Dich kurz vorzustellen, damit unsere LeserInnen wissen, mit wem sie es zu tun haben?
Gern. Meine Kita steht in Bayern. Nach dem Studium in Baden-Württemberg und mehreren Auslandsaufenthalten u.a. bei Apple, war ich persönlich in der Arbeit für eine Nougatfabrik mit der Problemstellung von Internet für Kunden, Gäste und Kinder betroffen. Aus der Grundüberzeugung für einfaches und rechtssicheres Gäste-WLAN ist dann sorglosinternet entstanden. Wir versorgen als langjähriger Anbieter tagtäglich viele tausende Einrichtungen mit Gäste-Netzwerken im ganzen Bundesgebiet, darunter auch viele soziale Betriebe.

sorglosinternet versorgt Unternehmen und Organisationen mit kabellosem Internet. Sicherheit steht auch für unsere Kunden dabei im Vordergrund. Steht Euer Firmenname “sorglosinternet” eigentlich für sich? Für welche Kunden bietet ihr heute sorgloses Internet an?
Ja, der Name sorglosinternet ist aus der Idee entstanden, dass es für Verantwortliche möglichst einfach und sorgenfrei funktioniert. Anstecken und fertig. Sämtlicher Gäste-Internetverkehr ist mit einer IP-Adresse von sorglosinternet unterwegs. Das ist die höchste Form des Schutzes. Damit bleibt der Anschlussinhaber auch bei Missbrauch immer außen vor. Für Fragen gibt es schnelle und persönliche Hilfe.

Habt Ihr auch Kunden der öffentlichen Hand oder aus dem Sozialbereich?
Ja, etliche unserer Kunden stammen aus dem öffentlichen und sozialen Bereich. Jugendzentren, Rathäuser, Schulen, Alten-/Pflegeheime und Kindergärten, aber auch Ministerien, Bibliotheken oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.

Von Seiten der Verantwortlichen und Eltern gibt es manchmal gesundheitliche Bedenken zur Nutzung von WLAN in Kitas. Besteht eine dauerhafte “Belastung” für Kinder und Personal? Falls ja, wie sieht sie aus? Wie viel Mehrbelastung entsteht durch WLAN in einem Raum?
Darüber kann man sich sehr lange austauschen. Wichtig zur Einordnung ist, sich eine physikalische Grundlage bewusst zu machen.Die Dosis von Strahlung nimmt mit zunehmendem Abstand von der Quelle umgekehrt proportional zum Quadrat des Abstands ab. Das heißt, wird der Abstand z.B. verdoppelt, so verringert sich die Dosis auf ein Viertel, bei verdreifachtem Abstand auf ein Neuntel usw.
Für eine funktionierende Verbindung müssen Geräte immer in der Lage sein zur Basisstation zurücksenden zu können. Die mit Abstand größte Belastung (Quadrat des Abstands) geht also von Geräten aus, die uns nahe sind und weit senden müssen. WLAN ist eine Funktechnik gerade für kurze Strecken. WLAN in Räumen ist mit die geringst mögliche kabelfreie Belastung, da für alle anderen Verbindungen, bspw. Mobilfunk, über weitere Entfernungen gesendet werden müsste.

(Wie) kann man das ggf. positiv beeinflussen?
Einerseits hält man beim Lesen oder Lernen von digitalen Geräten diese normalerweise nicht am Kopf, wie bspw. noch oft beim Telefonieren. Geräte ohne Mobilfunk oder aktiviertem Flugmodus verringern in Räumen auch die Belastung. WLAN-Zugangspunkte auf der anderen Seite können entfernt von Personen bspw. an Decken angebracht werden. Wenn die volle Sendereichweite nicht benötigt wird, da sich bspw. in jedem Raum ein Zugangspunkt befindet lässt sich auch die Sendeleistung begrenzen. Ebenfalls können Zeiträume definiert werden, in denen das WLAN bspw. nicht ausgesendet wird.

Natürlich muss das WLAN auch technisch sicher sein, was empfiehlt sich hierfür?
Solange die Verbindung zwischen Endgerät und Inhalt, wie mittlerweile üblich mit SSL bzw. ‘https’ Ende-zu-Ende verschlüsselt ist, kann man bei aktuellen Geräten kaum noch etwas falsch machen. Die Vergabe eines WLAN Passworts stellen wir dem Betreiber frei, so dass WLANs auch offen und einfach nutzbar betrieben werden können.

Angenommen über die kabellose Internetverbindung soll ausschließlich der Zugang zu KITALINO und FOTOLINO möglich sein, wie lässt sich das realisieren?
Derzeit bieten wir hauptsächlich einen Jugendschutzfilter an. Das ist das, was die meisten Kunden nachfragen und schätzen. Technisch ist es prinzipiell aber auch möglich nur einzelne Webseiten bzw. Dienste (IP-Adressen) zugänglich zu machen.

Stabilität und Komfort sind unseren Nutzern sehr wichtig, da die Dokumentation spontan zu jeder Zeit im Kita-Alltag stattfindet. Während der Nutzung von KITALINO bzw. FOTOLINO werden auch größere Medien-Dateien wie Videos auf den KITALINO-Server hochgeladen. Welche Voraussetzungen kann man schaffen, dass der “Upload” dieser Dateien nicht zu lange dauert?
Der limitierende Flaschenhals für das Hochladen von Dateien (der Upload) ist in der Regel der Internetanschluss. Kabelanschlüsse, soweit sie vor Ort verfügbar sind, liefern in der Regel die größte Bandbreite zum geringsten Preis.

Welchen Einfluss haben die genutzten WLAN-Router darauf?
Die Basis ist ein performanter Internetanschluss. Nur wenn dieser gegeben ist, kann die richtige Hardware diese Leistung auch an die WLAN Endgeräte weitergeben. Wenn häufig viele Daten hochgeladen werden sollen, kann es sinnvoll sein einen symmetrischen Anschluss (meist nur als Geschäftskundenanschluss verfügbar) zu beauftragen, dass also die Hochladegeschwindigkeit gleich schnell ist wie die Downloadgeschwindigkeit.

Welche weiteren Voraussetzungen hat eine gute WLAN-Reichweite?
Aus der Entfernung ist es schwierig, die individuelle WLAN-Reichweite vor Ort zu schätzen. Diese hängt u.a. sehr stark von den baulichen Gegebenheiten, der Platzierung der sorglosbox und unter Umständen weiteren AccessPoints, aber auch von störenden anderen Signalen ab. Prinzipiell kann man sagen, je höher, näher und zentraler die Geräte angebracht werden, desto besser. Wenn die Reichweite nicht ausreicht, gibt es die Möglichkeit diese mit selbstgewählten Erweiterungen wie Access Points, Mesh, PowerLAN oder Repeatern zu erweitern, vgl. auch für mehr Informationen: www.sorglosinternet.de/faq#wie_das_wlan_erweitern

 

Vielen Dank für das Interview!

 

Sie möchten wissen, wie Sie Ihre Einrichtung gut auf den Einsatz digitaler Tools vorbereiten können? Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel „Wireless LAN (WLAN) als technische Voraussetzung zur Nutzung digitaler Tools in Kindergarten, Kita, Krippe und Hort„.

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