Systematische Beobachtung und Dokumentation In Kindergarten, Kita, Krippe und Hort

Die systematische Beobachtung und Dokumentation in der Kita ist Grundlage der pädagogischen Arbeit. Unterschiedliche Beobachtungsverfahren nehmen das Kind in verschiedenen Facetten in den Blick. Anhand der Beobachtungsergebnisse ist es möglich, individuelle pädagogische Handlungspläne zu erstellen.

Erzieherin beobachtet Kinder in der Entwicklung
© skynesher / iStock

Die Bildungsdokumentation in der Kita ist der Ausgangspunkt der pädagogischen Arbeit. Beobachtungsbögen in der Kita sollen – in welcher Ausprägung auch immer – den Entwicklungsstand eines Kindes abbilden. Dieser ist die Grundlage für das pädagogische Handeln der Fachkräfte.

In allen Bundesländern ist die Entwicklungsdokumentation in den Bildungsplänen und -leitlinien verankert. Dabei unterscheidet sich aber der Spezifizierungsgrad der Vorschriften. So gibt es auf der einen Seite den reinen Hinweis, seine Dokumentation im Kindergarten frei nach einem eigenen Schema durchzuführen. Auf der anderen Seite stehen fest vorgeschriebene Entwicklungsbögen, wie in den Bundesländern Bayern (u.a. sismik, seldak und perik) und Nordrhein-Westfalen (u.a. der BaSiK-Bogen). Diese Bögen stehen in KITALINO Beobachten digital zur Verfügung, was pädagogischen Fachkräften beispielsweise durch die automatisierte Auswertung per Klick ein zeitsparendes Arbeiten ermöglicht.

Beobachten im Kindergarten, in der Krippe und im Hort – wo fängt man an?

Sucht man unter den vielen Beobachtungsbögen für Kindergarten als Beispiel das passende Verfahren, ist es zunächst wichtig, dass Klarheit darüber besteht, wozu die Bildungsdokumentation dienen soll und dass die Dokumentation in der Kita nicht nur der Vorschrift wegen geschehen muss. Geht es eher um Diagnostik? Oder darum, mit den Kindern ins Gespräch zu kommen und Bildungsprozesse anzuregen? Welche Form der zahlreichen Beobachtungsbögen im Kindergarten ist die richtige?

Formen der Entwicklungsdokumentation in Kindergarten, Krippe und Hort

Auf der einen Seite gibt es die wertfreie Beobachtung, die mittels Portfolio oder auch einem individuellen Entwicklungsbogen durchgeführt wird. Bei dieser Art von Beobachtung wird das Kind mit seinen Interessen und Ressourcen in den Mittelpunkt gestellt. Es findet zumeist eine qualitative, offene Auswertung statt.

Demgegenüber stehen systematische Beobachtungsverfahren in der Kita. Diese Art der Entwicklungsdokumentation in der Kita ermöglicht ein Kind oder mehrere Kinder nach einem vorgegebenen Schema zu beobachten.

Dies kann ein allgemeiner Überblick sein, wie ihn das Grenzsteine der Entwicklung Buch bietet. Ebenso gibt es die intensive Betrachtung eines Kompetenzbereichs, wie beispielsweise ein Beobachtungsbogen für Sprache im Kindergarten (u.a. seldak-Bogen oder sismik-Bogen). Ebenso gibt es eine Unterscheidung nach Altersstufen, so z.B. spezifische Entwicklungsbögen für U3.

Egal ob es sich nun um die Beobachtung des Kompetenzbereichs der sozial-emotionalen Entwicklung bei Kindern (durch den perik Beobachtungsbogen) oder einen speziellen Entwicklungsbogen für U3 für den gezielten Blick auf Krippenkinder handelt: Durch systematische Beobachtungsverfahren wird bei jedem Kind der Blick auf die gleichen Punkte gelegt und nicht nur besonders auffällige Verhaltensweise näher betrachtet. Dadurch kann eine Einrichtung eine einheitliche Beobachtungsqualität sicherstellen und dafür sorgen, dass kein Kind untergeht.

Beobachtung und Dokumentation im Kindergarten – ein Beispiel zur Nutzung eines Beobachtungsbogens

Ein großes Thema in vielen Einrichtung ist die gezielte Sprachförderung der Kinder. Um zu wissen, welche Impulse ein Kind benötigt, muss man zunächst dessen Sprachstand erfassen. Für eine qualifizierte pädagogische Beobachtung kann daher ein sprachbezogener Beobachtungsbogen sehr hilfreich sein. Der BaSiK-Bogen ist hierfür ein Beispiel.

Viele der systematischen Beobachtungsverfahren bieten eine Kombination aus Einschätzskalen und freien Feldern für weitere Beobachtungen, Beispiele und Anmerkungen. Diese ermöglichen die eingetragenen Werte nachvollziehbar zu machen.

Auf dem Markt gibt es unzählige Beobachtungsverfahren, die sich in Ausrichtung, Zielsetzung und Qualität unterscheiden. Hier sind einige Beobachtungsbögen detaillierter beschrieben.

Digitalisierung von individuellen Bögen

Viele Kitas nutzen auch selbst entwickelte Bögen zu Dokumentation, um damit den individuellen Bedarfen vor Ort gerecht zu werden. In KITALINO Beobachten können diese individuellen Bögen ebenfalls aufgenommen und für die digitale Nutzung bereitgestellt werden. Fragen Sie uns dazu unter Kontakt an.

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