Alltagsintegrierte Medienbildung In Kindergarten, Kita, Krippe und Hort

Medien sind ein Bestandteil des Alltags von Kindern und Erwachsenen, auch digitale Medien. Je nach Bedarf werden diese in sehr unterschiedlicher Weise genutzt. Ein bewusster und zielorientierter Umgang mit digitalen Medien muss für Kinder erlernbar sein. Hierfür sind, wie für Lernprozesse im Allgemeinen, das Umfeld der Kinder und die Bezugspersonen – insbesondere pädagogische Fachkräfte in Kitas – entscheidende Erfolgsfaktoren.

Erzieherin unterrichtet mit Tablet
© Dean Mitchell / GettyImages

Medien kennen und nutzen alle Einrichtungen seit Jahren. Der Klassiker – das Bilderbuch – wird in verschiedensten Situationen eingesetzt, auch CD-Player oder Foto-Kameras haben inzwischen in fast allen Einrichtungen ihren festen Platz.

Die Besonderheit digitaler Medien ist ihr interaktiver Charakter, sie bieten Informations-, Kommunikations- und/oder Unterhaltungsmöglichkeiten.

Analoge Medien sind z.B.:

  • Bücher
  • CD-Player
  • Zeitschriften
  • v.m.

Digitale (interaktive) Medien sind z.B.

  • Computer
  • Smartphones & Tablets
  • E-Books
  • v.m.

Welt der digitalen Medien

Kinder wachsen heute in einer Welt auf, in der digitale Medien ein fester Bestandteil sind. Sobald Kinder sich in ihrer Umwelt umsehen, entdecken sie auch die digitalen Medien. Digitale Medien sind also längst Bestandteil der kindlichen Lebenswelt, wenn auch mit ganz unterschiedlichen Ausprägungen.

Im familiären Umfeld sind die Zugänge für die Kinder zu Medien sehr unterschiedlich. Einige Eltern sind in der Lage, ihrem Kind einen reflektierten und begleiteten Umgang mit den digitalen Medien zu ermöglichen. Für andere Kinder sind Kindertageseinrichtungen der einzige Ort, an dem sie diese Kompetenzen erlernen können. Für alle Kinder können Kitas einen aktiven, partizipativen Zugang zur Welt der digitalen Medien ermöglichen.

Fachkräfte in Kitas sind für viele Eltern ein wertvoller, geschätzter Ansprechpartner, wenn es um den Umgang mit ihrem Kind geht. Eltern wenden sich daher bei Fragen in Bezug auf digitale Medien ganz selbstverständlich an die pädagogischen Fachkräfte. Wenn in der Kita aktive alltagsintegrierte Bildung mit digitalen Medien stattfindet, können diese qualifizierte Tipps und Anregungen für den Umgang mit digitalen Medien zuhause geben.

Fragt man oder beobachtet man Kinder, haben diese unter anderem Grundbedürfnisse nach unmittelbarem Naturkontakt, uneingeschränkter Bewegung und freiem Gestalten. Digitale Medien können diese vielfältigen Erfahrungsräume erweitern, besonders dann, wenn eine Begleitung durch kompetente Fachkräfte stattfindet. Alle Kinder erhalten so die Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Tätigkeiten zu erweitern, z.B. durch die aktive Nutzung digitaler Medien.

Digitale Medien gemeinsam mit den Kindern nutzen

  • Portfolio-Arbeit: Die digitale Dokumentation kann auch ein Einstieg in die gemeinsame Mediennutzung mit den Kindern sein. Ein erster Schritt kann sein, dass die Kinder direkt am Tablet gemeinsam mit der Fachkraft entscheiden, welches Foto für ihr Portfolio verwendet werden soll.
  • Medienprojekte/Medienarbeit: Mit Tablet, Stativ und Mikrofon können Kinder ihr eigenes Bilderbuch vertonen. Oder aber es wird einmal in der Kleingruppe ein digitales Bilderbuch anstelle eines klassisch analogen Bilderbuches vorgelesen.
  • Unterstützende Hilfen bei Beeinträchtigungen: Für Kinder mit Behinderungen können digitale Medien ganz neue Möglichkeiten schaffen, z.B. durch Apps, die Kinder mit Piktogrammen sprechen lassen.

Nutzen digitaler Medien für Fachkräfte

Digitale Medien können für pädagogische Fachkräfte arbeitserleichternd sein, indem sie Software und Apps nutzen:

  • Dienst-/Teamplanung und -organisation: Koordination und Planung von Elterngesprächen, Ausflügen, Anwesenheitslisten der Kita, Schließzeiten und anderen Terminen.
  • Beobachtungsbögen zur Einschätzung der Sprachkompetenz und Sprachentwicklung (z.B. BaSIK, liseb, sismik, seldak): Zeitgewinn für die pädagogische Planung durch direkte Eingabe der Beobachtungen in die App, die dann automatisch auswertet (z.B. mittels KITALINO).
  • Pädagogische Dokumentation mit Portfolio: mit KITALINO vereinfacht die Erstellung und ermöglicht Kindern gleichzeitig durch Ausdrucke den haptischen Zugang eigenen Portfolio. Digitale Dokumentation bietet auch Möglichkeiten zur Kommunikation mit Eltern, die das Portfolio sogar aktiv mitgestalten können.
  • Kommunikation mit den Eltern: Ergänzend zu Gesprächen mit Eltern über die Entwicklung der Kinder und Beratung zu Fragen bieten Apps eine Erweiterung der Kommunikation. Zum Beispiel um an wichtige Termine zu erinnern oder allgemeine Hinweise zu geben.

Digitale Medien erfolgreich im Kita-Alltag integrieren

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration digitaler Medien in den Kita-Alltag sind u.a.:

  • alle Fachkräfte sind von der Notwendigkeit der medialen Entwicklungsbegleitung überzeugt gestalten diese aktiv mit
  • Einigkeit im Team zur kommunikations- und informationstechnischen Grundbildung der Kinder
  • Berücksichtigung von Prinzipien der Individualisierung und der Differenzierung im pädagogischen Alltag (vor allem bei großen Altersunterschieden der Kinder).
  • Angemessener Einsatz digitaler Medien und des sonstigen technischen Equipments
  • Fest- und Fortschreibung des Umgangs mit dem Thema Medienbildung in der Konzeption

Fachkräfte sind regelmäßig dazu aufgefordert gemeinsam mit den Kindern zu überlegen, inwieweit digitale Medien kreativ gestalterisch genutzt werden können.

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