Videogestützte Dokumentation in Krippe, Kita, Kindergarten und Hort Kindliche Entwicklung begleiten und gemeinsame Erlebnisse teilen

Videografie ist eine sehr gute Methode um zu dokumentieren, zu analysieren, zu reflektieren, zu planen und daraus Handlungsziele für die Zukunft abzuleiten. KITALINO erleichtert als Plattform mit allen nötigen Funktionen den Einsatz von Videografie in Krippe, Kita, Kindergarten und Hort.

© kali9 / iStock

Je nach Zielsetzung ist eine Vielzahl von Beobachtungsverfahren zur Dokumentation verfügbar, neben systematischen Verfahren stehen auch jede Menge Möglichkeiten zur wahrnehmenden Beobachtung und freien Dokumentation wie Portfolio zur Verfügung. Fachkräfte können dazu auch Videoaufnahmen nutzen, um kindliche Entwicklung systematisch zu begleiten und ihren Alltag anderen zugänglich zu machen.

Vorteile der Dokumentation mit Video

Die möglicherweise intensivste Methode der Dokumentation in Kitas ist die Videografie. Ob eine für die kindliche Entwicklung relevante oder als Darstellung des Kita-Alltags passende Situation, bereits eine kurze Videosequenz kann jede Menge entscheidende Information beinhalten. Der Grund ist dafür kein Geheimnis. Eine videografierte Situation besteht nicht nur aus einer Vielzahl einzelner Bilder, sondern kann auch den entsprechenden Ton dazu enthalten. Videos, Bilder und Töne machen Situationen des Kita-Alltags oder Projekte der Kinder sowie wichtige Entwicklungsschritte zugänglich und erlebbar.

Geht man von der Wirkung eines Bildes aus, sagt ein Video wohl noch viel mehr als tausend Worte.

Je nach Zielsetzung der Dokumentation kann der Fokus von Fachkräften auf einzelne Video-Sequenzen, Bilder oder Töne gelegt werden. Einzelne Szenen können ausgewählt, wiederholt oder als Standbild angesehen werden. Dies ermöglicht eine differenzierte Analyse darüber, was dort genau sichtbar ist und eine Reflexion zur Bedeutung des Dokumentierten. So werden Bedürfnisse von Kindern sichtbar, fühlbar und nachvollziehbar, unter anderem auch für Eltern.

Fachkräfte können sich im Rahmen der Beobachtung und Dokumentation von Situationen – auch ohne Videografie – verschiedene Fragen zur Reflexion stellen. Jedoch ist es ungemein einfacher und transparenter, dies videogestützt zu tun. So können Videos immer wieder unter veränderten Fragestellungen betrachtet werden.

Mögliche Reflexionsfragen für Fachkräfte:

  • Was genau zeigt das Kind in der Situation? Was in anderen Situationen? Was ist der nächste Entwicklungsschritt des Kindes?
  • Welche Bedeutung haben die sicht- und hörbaren Interaktionen?
  • Wie äußert sich das Kind sprachlich und nicht-sprachlich?
  • Inwieweit können Situationen geschaffen werden, in denen das Kind etwas zeigen oder äußern kann?
  • Wie kann der Kita-Alltag gestaltet werden, um an den Bedürfnissen des Kindes konkret anzusetzen?

Die Antworten auf diese Fragen bzw. die Reflexionsergebnisse dienen zur weiteren Planung, beispielsweise der Sammlung und Umsetzung von Ideen zur Begleitung der Kinder. Diese können nach der Abstimmung im Team und Umsetzung in der pädagogischen Praxis wiederum dokumentiert werden.

Nachvollziehbarkeit und Transparenz für Kinder und Familien durch videogestützte Entwicklungsbegleitung

Videografie kann auch genutzt werden, um die Entwicklungsdokumentation transparent und nachvollziehbar zu machen. Im Rahmen der videogestützten Entwicklungsbegleitung können Aufnahmen auch mit Kindern und in der Zusammenarbeit mit Familien angesehen und besprochen werden.

Videosequenzen können Familien einen Eindruck zur Entwicklung ihres Kindes vermitteln. Anhand konkreter Beispiele, die die Fähigkeiten des Kindes vermitteln, können Familien die kindliche Entwicklung nachvollziehen sowie die nächsten Entwicklungsschritte konkret aufgezeigt werden. Eine gut ausgewählte Videosequenz kann eine gute Grundlage dafür sein, zu Entwicklungsbereichen wie Sprache oder Motorik gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Das ermöglicht die direkte Teilhabe und schafft Vertrauen.

Mögliche Reflexionsfragen für Familien:

  • Wie gehen die Fachkräfte, Kinder etc. auf das Kind ein?
  • Wann freut sich das Kind? Wie zeigt das Kind, dass es sich wohlfühlt?
  • In welcher Situation ist es von einer Sache begeistert?
  • Welche Entwicklungsbedürfnisse zeigt das Kind?
  • Wie können Peer-Interaktionen von Fachkräften gestaltet werden?

Im Vordergrund stehen die Stärken der Kinder. Über die Fokussierung auf Positives beim Betrachten von Video-Sequenzen können sich Kinder selbst zu ihren eigenen Fähigkeiten noch bewusster werden. Außerdem sehen sie sich in Interaktionen mit anderen Menschen und können so ihr eigenes Handeln einschätzen. Zwingend notwendig ist die Begleitung durch pädagogische Fachkräfte, im Vorfeld beispielsweise bei der Auswahl geeigneter Szenen. Während der Betrachtung bedarf es eines positiven Blicks darauf, ebenso bei der Reflexion und dem gemeinsamen Ausblick.

Technische Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für erfolgreiche Videografie

Wie für alle online- oder offline Daten, gelten die gesetzlichen bzw. datenschutzrechtlichen Bestimmungen auch für den Einsatz von Videografie zur Dokumentation in Kindertageseinrichtungen. Vorab muss das Einverständnis aller Beteiligten eingeholt und darüber informiert werden, wie und wozu die Methode eingeführt und umgesetzt wird.
Im pädagogischen Team sollte zunächst ein gemeinsames Verständnis dazu erreicht werden, inwieweit Videos im Rahmen der Dokumentation eingesetzt werden. Zentral ist der achtsame Umgang mit den Videografien. Dazu gehört auch, inwieweit dabei Kinder und Familien einbezogen werden können. Das schafft Vertrauen und ermöglicht eine Teilhabe am Dokumentationsprozess.

Tipps zur Vorbereitung und Durchführung der digitalen Video-Dokumentation:

  • gute technische Vorbereitung der Aufnahme: z.B. Akkus der Geräte sind geladen, Software-Updates sind aktuell, kurzer technischen Test
  • bei der Aufzeichnung mit dem Fokus auf Interaktionen sollten alle beteiligten Kinder und Fachkräfte sichtbar und hörbar sein
  • im Alltag mit ruhiger Hand und angemessen nah am Geschehen sein, z.B. bei den Kindern bzw. bei der relevanten Situation
  • für eine gute Tonaufnahme Hintergrundgeräusche wie Musik etc. wenn möglich vermeiden
  • kurze Video-Sequenzen von max. 40 bis 60 Sekunden aufnehmen, anschließend die nicht benötigten Videos löschen und die relevanten ausgewählten betiteln und ggf. beschreiben
  • Kinder und Familien vorab darüber informieren, was aus welchem Grund passiert und aktiv einbeziehen
  • Informationen zum Recht am eigenen Bild geben und Kindern den Gebrauch gewähren

Wenn die Einführung von Videografie in der Kita in kleinen Schritten erfolgt, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass alle Beteiligten dabei mitgehen können. Zu Beginn könnten Videos zunächst zur Dokumentation des Kita-Alltags eingesetzt werden, um von Projekten, besonderen Anlässen oder Themen der Kinder zu berichten. Wenn es sinnvoll und möglich ist, können auch Kinder diese Videos anfertigen. Fachkräfte, Kinder und Familien haben so eine gute Chance, sich Wissen zur Funktion bzw. Technik anzueignen und evtl. Berührungsängste damit zu überwinden. Für Kinder, Fachkräfte und Eltern wird die Videografie mit der Zeit alltäglich und kann so ein wichtiger Bestandteil der Qualitätsentwicklung in der Kita werden.

Checkliste für Videografie in der Kita

Die Dokumentation per Video kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Die Aufnahme mit einer Digitalkamera, Tablet oder einem Camcorder erfordert Wissen im Umgang damit und der sicheren Speicherung der Videos. Daneben ist ein weiteres Gerät mit passender Software zum Abspielen sowie ein Ort zur Ergebnisdokumentation nötig.

Tipp: Inwieweit KITALINO und FOTOLINO die Vorbereitung, Planung und Umsetzung erleichtert, wird aus der folgenden Checkliste Videografie gut ersichtlich: PDF-Download

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